Die 8. Woche

Die 8. Woche begann mit einem Stromausfall… Was heißt, dass ich meine Aufgaben, wie Blog schreiben, Projekt digitalisieren usw. nicht erledigen konnte.

Am Dienstag konnte ich dann meinen Blog schreiben und direkt nach Beendigung und Veröffentlichung meines Blogs hatten wir wieder einen Stromausfall. Ich hatte so großes Glück fertig geworden zu sein…

Die Beerdigung der Großmutter eines Scholarship-Schülers der 7. Klasse fand an diesem Tag statt, auf die wir selbstverständlich gingen. Sie starb am Montag und hätte am darauffolgenden Mittwoch ihren 83. Geburtstag gehabt…

Am Mittwoch wartete ich den ganzen Tag auf den Maler, der das Büro streichen sollte, doch er kam nicht. Erst nachdem ich heim ging, kam er.

In der Zwischenzeit hatte ich schon eine andere Aufgabe von Rev. Vipassy bekommen. Er bat mich darum Sponsoren aus Deutschland für eine Vorschullehrer/innen-Fortbildung zu suchen. Diese Fortbildung beinhaltet die Lehrerinnen und Lehrer auf den Unterricht vorzubereiten und zu trainieren. Zu den Themen der Fortbildung gehören: kreatives Malen, Basteln, Singen, Tanzen; Englisch; Pädagogik etc. Diese Fortbildungen dauern in der Regel vier Tage. Leider konnten sie es nicht mehr weiterführen, da ihnen Sponsoren bzw. Geld fehlte. Mit meiner Hilfe hoffen sie auf ein weiteres Fortbildungsprogramm…

Am Donnerstag hatte der Mann von Rathna Geburtstag und wir haben Kartoffelpuffer gemacht – mit etwas zu viel Mehl.

Den folgenden Tag verbrachte ich damit, den Unterricht für Samstag vorzubereiten. Nachmittags ging ich mit meinen Kollegen Nayana und Gayan in die Stadt, um für die Renovierung nach Vinylbödendesigns zu schauen.

Noch eine Bemerkung am Rande: Sri Lanka bzw. die Menschen in Sri Lanka haben auch ihre negativen Seiten. Wenn ich im Bus sitze oder stehe und es voll ist (also wirklich voll), habe ich generell kein Problem damit, aber wenn dann Frauen mit ihren riesen Handtaschen vorbei wollen, dann so, dass sie sich vorbeiquetschen und mindestens eine Körperstelle von mir verletzen… Hinzu kommt noch, dass die Ecken der Taschen sehr spitz sind und ich dann von diesen sogar im Nacken gekratzt werde. Also gekratzt wird man, die Füße werden plattgetreten, man hat das Gesäß im Gesicht; Irgendwann verliert man die Geduld. Und das beste dabei ist, dass es die Frauen gar nicht interessiert, ob sie jemanden verletzen oder nicht… Später beim Aussteigen schubsen und drücken sie sich nach vorne, um ja nicht als letzte auszusteigen. Wenn man durch ihr Geschubse auf dem Boden landen würde, würden sie das ebenfalls nicht regisrieren. Sie leben irgendwie in einer anderen Dimension.

Das zweite Spektakel ist in Banken zu beobachten: Wenn man Geld abheben möchte, sind hinter einem andere Leute, die gerademal 2 cm Abstand zu einem halten und direkt auf den Bildschirm starren, sodass man überhaupt keine Privatsphäre hat. Als Rathna Geld abheben wollte, war dies der Fall. Daraufhin hab ich mit einem Abstand von einem Meter hinter sie gestellt, sodass die Leute hinter mir ebenfalls diesen Abstand einhalten. Hat dann funktioniert bis ich einen winzigen Schritt nach rechts machte… Was ist passiert? Die Frau hinter mir hat sich direkt wieder neben Rathna gestellt und direkt in ihr Arbeitsfeld geblickt. Was soll das, frag ich mich.

Die Menschen hier im Dorf/ in Kleinstädten interessieren sich viel zu sehr für Dinge, die sie nichts zu interessieren haben. Und sie haben Angst etwas zu verpassen bzw sie haben es irgendwie immer eilig in gewissen Dingen. Zu Hause oder auf der Arbeit sind sie das komplette Gegenteil. Bis sie in die Gänge kommen…

Am Samstag fand der Unterricht wieder statt: Mit der 6. Klasse überprüften wir die Hausaufgaben über Zahlen und ich brachte ihnen die Farben bei. In der 7. Klasse machten wir das gleiche, nur dass wir ein Spiel über Farben spielten. Das Spiel ging wie folgt: Ein Mitschüler fragt einen Anderen: „Was ist blau?“, daraufhin muss der Andere antworten: „Das ist blau.“ und zeigt auf einen blauen Gegenstand. Die 8. Klasse sollte Arbeitsblätter über Personalpronomen bearbeiten und Vokabeln darüber, was man mit seinem Körper tun kann (klatschen, nicken, stampfen…). Leider waren die Schüler an diesem Tag sehr unaufmerksam und laut; Deshalb musste ich gewisse Schüler bestrafen, indem ich sie nach vorne bat und mir Körperteile auf Deutsch nennen sollten. Das habe ich dann mit sechs Schülern gemacht und keiner von ihnen hat die Vokabeln der letzten Stunde gelernt und gekannt. Also habe ich zwei Schülerinnen aufgerufen, die die Vokabeln gelernt hatten und sie stellten mir alle Körperteile korrekt vor. Dennoch vorderte ich die Schülerinnen und Schüler auf, die Vokabeln und die Grammatik von dieser Woche zu lernen, da wir nächste Woche einen Test darüber schreiben würden (ganz viele empörte Gesichter XD). Nach dem Test habe ich überlegt ein Spiel zu spielen. In der 9. Klasse führten wir die Gruppenarbeiten weiter und die Schüler/innen stellten der Klasse ihre Plakate vor. Eigentlich wollte ich mit ihnen auch ein Spiel spielen, doch leider waren auch sie sehr unaufmerksam und unruhig.

Der Unterricht an diesem Tag war sehr anstrengend und ermüdend.

Am Abend fand eine „Reife-Party“ statt. Wenn ein Mädchen zum ersten Mal ihre Periode bekommt, heißt es ja, dass sie dann erwachsen und eine reife Frau geworden ist. Und dies feiert man hier ganz groß mit vielen Gästen, den ganzen Tag… Unangenehm. Das Mädchen trug ein schönes pinkes Ballkleid zu diesem Anlass.

Am Sonntag machten die Familie von Rathna und ich einen Ausflug zu einem Blow Hole. Ein Blow Hole entsteht durch das Aufprallen des Wassers an einem Felsen, das gespalten ist. Das Wasser schießt dann wie ein Geysir in die Höhe. Es war sehr spannend, da man sehr geduldig darauf warten musste, bis ein Blow Hole ausbrach. In dieser Zeit war es sowieso sehr schwer welche zu sehen, da es nicht die Saison dafür ist.

Insgesamt war es ein sehr schöner kleiner Ausflug.

The 8th Week

The 8th week started with a power outage … Which means that I couldn’t do my tasks like blogging, digitizing a project, etc.

On Tuesday I was able to write my blog and immediately after my blog was finished and published, we had a power cut again. I was so lucky to finish …

The funeral of the grandmother of a 7th grade scholarship student took place that day, which we went to, of course. She died on Monday and would have had her 83rd birthday the following Wednesday …

On Wednesday I waited all day for the painter to paint the office, but he never came. Only after I went home did he come

In the meantime, I had been given another job by Rev. Vipassy. He asked me to look for sponsors from Germany for a pre-school teacher training. This training includes preparing and training teachers for lessons. The topics of the advanced training include: creative painting, handicrafts, singing, dancing; English; Pedagogy etc. These training courses usually last four days. Unfortunately, they could not continue it because they lacked sponsors or money. With my help they hope for another training program …

It was the birthday of the Rathna man on Thursday and we made potato pancakes – with a little too much flour.

The following day I spent preparing lessons for Saturday. In the afternoon, I went into town with my colleagues Nayana and Gayan to look for vinyl flooring designs for renovation.

Another remark on the side: Sri Lanka and the people of Sri Lanka also have their negative sides. When I sit or stand on the bus and it is full (really full), I generally have no problem with it, but when women want to pass by with their huge handbags, they squeeze past and injure at least one part of my body. .. In addition, the corners of the pockets are very pointed and I even scratch them on the neck. So you get scratched, your feet are flattened, you have your buttocks on your face; At some point you lose patience. And the best thing is that women don’t care if they hurt someone or not … Later pushing out when they get out and pushing themselves forward so as not to be the last to get out. If you were landed on the ground by their thrust, they wouldn’t register that either. They live in another dimension somehow.

The second spectacle can be seen in banks: if you want to withdraw money, there are people behind you who are just 2 cm away from you and stare directly at the screen, so that you have no privacy at all. When Rathna wanted to withdraw money, this was the case. Then I placed a distance of one meter behind them, so that the people behind me also keep this distance. Then it worked until I took a tiny step to the right … What happened? The woman behind me stood right next to Rathna and looked directly into her work area. What’s that all about? I wonder.

The people here in the village / in small towns are far too interested in things they have no interest in. And they are afraid of missing something or they are somehow always in a hurry in certain things. At home or at work, they are completely the opposite. Until they get going …

The lessons took place again on Saturday: With the 6th grade we checked the homework on numbers and I taught them the colors. In 7th grade we did the same thing except that we played a game about colors. The game went like this: One classmate asks another: „What’s blue?“, Then the other has to answer: „That’s blue.“ and points to a blue object. The 8th grade was supposed to work on worksheets about personal pronouns and vocabulary about what you can do with your body (clapping, nodding, stamping …). Unfortunately, the students were very inattentive and noisy that day; Therefore, I had to punish certain students by asking them to come forward and calling them body parts in German. I did that with six students and none of them learned and knew the vocabulary of the last hour. So I called two students who had learned the vocabulary and they introduced me to all parts of the body correctly. Nevertheless, I asked the students to learn the vocabulary and grammar from this week, as we would write a test about it next week (lots of outraged faces XD). After the test, I considered playing a game. In the 9th grade we continued the group work and the students presented their posters to the class. I actually wanted to play a game with them, but unfortunately they too were very inattentive and restless.

The lessons on that day were very tiring and tiring.

In the evening there was a „maturity party“. When a girl has her period for the first time, it is said that she has grown up and become a mature woman. And this is celebrated here with a lot of guests, all day long … Unpleasant. The girl was wearing a beautiful pink ball gown for the occasion.

On Sunday the family from Rathna and I went on a trip to a blow hole. A blow hole is created by the water hitting a rock that is split. The water then shoots up like a geyser. It was very exciting because you had to wait patiently for a blow hole to break out. During this time it was very difficult to see any anyway, as it is not the season for it.

Overall it was a very nice little trip.

Die 7. Woche

Anfang dieser Woche bin ich mit drei Kolleg/innen in Möbelgeschäfte gefahren, um für die Renovierung des Büros neue Möbel zu kaufen. Wir gingen in viele verschiedene Geschäfte, doch waren die Möbel entweder zu teuer oder sie hatten zu wenig Auswahl – ein Schrank, ein Tisch… Ende der Geschicht’… Zum Schluss gingen wir in ein Gebrauchtwarengeschäft. Dort fand ich, was ich brauchte zu günstigen Preisen und die Qualität war ebenfalls spitze. Ich ließ mir einen Kostenvoranschlag schreiben und war zufrieden.

Nach dem „Shopping-Trip“ sind wir auf einen Totenbesuch gegangen – Der Großvater einer Schülerin des Karlsruhe Children’s Centers ist verstorben. Zu meiner Überraschung war niemand am Weinen oder trauern, da ich es aus Deutschland und meiner türkischen Kultur so nicht kenne. Es hat aber einen ganz einfachen Grund: Die Leute haben angefangen nicht mehr zu sehr zu trauern und nicht zu weinen, da sie empfinden, dass der verstorbene Mensch sein Leben bis zu einem hohen Alter ausgelebt hat. Diese Denkweise unterstütze ich ebenfalls, aber nur wenn die Person auch ein hohes Alter erreicht hat und nicht durch eine Krankheit oder durch einen Unfall gestorben ist.

Am 15.01. und 16.01.2020 fand der Ausflug der Mitarbeiter des Tempels statt. Am 15. ging es schon sehr sehr früh los: um 3 Uhr bin ich aufgestanden, um um 4 Uhr im Tempel zu sein. Anwesend waren insgesamt 9 Personen.

Unser erstes Reiseziel war das Elefantenweisenhaus in Pinnawala. Ich war schon tierisch aufgeregt die Elefanten zu sehen… Dort angekommen, aßen wir noch eine Kleinigkeit zu Frühstück und dann wurden wir von einem Freund, der dort als Tierarzt arbeitet, zum ersten Standort geführt. Dieser Freund heißt Malith Liyanage und war einst Schüler des Karlsruhe Children’s Centers; er war auch in der diesjährigen Awarding Ceremony präsent und hielt eine Rede. Durch ihn hatten wir im Elefantenhaus einen VIP-Status und genossen viele Vorteile.

Als wir dann am ersten Standort waren, konnten wir ganz viele Elefanten auf einer Fläche sehen. Diese waren nicht in einem Gehege, uns trennten bloß paar große Steine. Als dann plötzlich ein ganz großer Elefant vor mir stand, war ich überwältigt. Mehr kann ich nicht sagen… Wir schossen ein paar Fotos und gingen weiter zur Fütterung. Dort stand ein anderer Elefant und um ihn herum standen viele Menschen, die ihn füttern wollten. Man bekam einen Korb mit Früchten (Bananen, Wassermelone, Ananas)und konnte den Elefanten dann füttern. Ich war anfangs sehr schüchtern, doch Malith ermutigte mich den Elefanten zu füttern. Er führte mich durch die Leute, schaffte Platz und ich durfte den riesen Elefanten füttern. Als ich vor ihm stand, war ich ganz aufgeregt und nervös. Ich muss sagen ich hatte großen Respekt vor diesem Tier, das vor mir stand, eine falsche Bewegung mit dem Rüssel und ich läge auf dem Boden… Aber das war natürlich nicht der Fall. Diese Elefanten-Dame war ganz freundlich und öffnete ihr Maul, damit ich eine Frucht hineinlegen konnte. Zuerst gab ich ihr nur die großen Ananasstücke, da ich mich nicht traute kleine Stücke hineinzulegen. Aber diese Furcht verging auch gleich, nachdem ich einige Früchte in ihr Maul legte. Ihre Zunge fühlte sich ganz glibberig und weich an und als ich ihr die Bananen geben wollte, streckte sie mir ihren Rüssel vor die Hand, sodass ich die Banane auf ihre Rüsselöffnung legen konnte. Das Füttern hat mir schlussendlich sehr viel Spaß gemacht.

Danach liefen wir zum Fluss, wo die Elefanten gewaschen werden. Sie maschierten alle geführt von ein paar Mitarbeitern Richtung Fluss und wir liefen hinterher. Zuerst schauten wir zu wie sie gewaschen wurden und Malith fragte mich darauf, ob ich denn nicht auch einen Elefanten waschen wollen würde. Ich willigte sofort ein und wir liefen runter in den Fluss. Dort wartete bereits eine Elefantenkuh liegend im Wasser, um gewaschen zu werden. Ihr Name war Manika, übersetzt „Juwel“. Der Mitarbeiter zeigte kurz wie ich sie waschen sollte und schon gings los. Mit einer Kokosnussschale schrubbte ich sie und spritzte Wasser auf ihren Rücken. Sobald ich anfing mit der Kokosnussschale ihren Rücken zu schrubben, hörte man von ihr ein zufriedenes Seufzen. Das Waschen hat mir ebenfalls sehr viel Spaß gemacht.

Der Besuch im Elefantenweisenhaus war das Highlight meines Lebens. An diesem Tag war ich der glücklichste Mensch im Universum. So eine Erfahrung zu machen, ist das beste was man tun kann. Es hat mir auch sehr gefallen wie die Leute mit den Tieren umgehen und dass so eine Harmonie zwischen Mensch und Elefant herrscht. Am liebsten hätte ich dort gleich angefangen zu arbeiten. Ich fühlte mich einfach lebendig zwischen all den Elefanten.

Gegenüber des Elefantenweisenhauses war auch der Zoo von Pinnawala. Durch diesen wurden wir mit einem Fahrzeug geführt mit einem persönlichen Begleitr, der uns die einzelnen Tiere zeigte und gegebenenfalls auch anfassen lies. Viele verschiedene Tiere gab es nicht, aber es hat vollkommen gereicht und ihre Gehege waren sehr groß und freiräumig, sodass sie mehr als genug Platz zum Austoben hatten. Dort gab es Leoparden, Krokodile, verschiedene Arten von Rehen, Esel, Ponys, Schlangen und sogar einen Schlanklori. Zwei Schlangen durfte ich in der Hand halten (mein erstes Mal). Ich war erst dagegen, weil ich sie einfach nur ekelhaft fand, ich dachte sie wären sehr schleimg oder feucht… Im Gegenteil – als ich sie in die Hand nahm, waren sie trocken und überhaupt nicht eklig. Interessant war es auf jeden Fall. Fotos wurden natürlich auch gemacht. Also aufgepasst SCHLANGEN-FOTO.

Nach dem Besuch in Pinnawala sind wir weitergefahren zum Zahn-Tempel in Kandy. Dort soll der Zahn des Lord Buddhas liegen. Zu diesem Besuch, besuchte uns auch Mr. Mangalas (Englisch Lehrer) Sohn Nadun, der hier studiert. Wir gingen also in den Tempel verbeugten uns vor dem Schrein, indem der Zahn liegt (natürlich nicht sichtbar) und die Damen der Gruppe fingen an zu beten. Als sie fertig waren, gingen Rathna und ich in die daneben stehenden Museen. In dem einen konnten wir die Geschichte des lord Buddhas auf Gemälden sehen und im zweiten sahen wir Fotos vom Elefanten Raja, der 1988 gestorben ist und 75 Jahre alt wurde. Er war ein sehr wichtiger Elefant, da er derjenige war, der bei Zeremonien den Zahn auf dem Rücken trug und durch die Stadt führte. In diesem Raum wurde eine lebensechte Figur von ihm aufgestellt, umhüllt wurde diese Figur mit seiner echten Haut… Kein Kommentar.

Am Abend fuhren wir in unser Gasthaus „Black Wood Villa“ in Nuwara Eliya. Es war dort sehr kalt und dichter Nebel hatte sich gebildet. Es waren zwar nur 13°C, jedoch fühlte es sich viel kälter an.

Am Morgen wachten wir um 6 Uhr auf und konnten den schönen Sonnenaufgang beobachten.

An diesem Tag gingen wir im „Gregory Park“ in Nuwara Eliya spazieren und machten eine Mini-Bootstour auf dem See. Anschließend tranken wir einen Tee in Haggala und machten uns dort auf den Weg in den botanischen Garten. Der Eintritt für Einheimische kostete Rs. 100 und für Fremde Rs. 2000. Da ich die einzige Fremde war, versuchten wir mich hineinzuschmuggeln, da ich deren Meinung nach zum Teil Singhalesisch aussah. Erst konnten wir die Tickets für den Preis von Einheimischen kaufen, doch dann hielt mich ein Polizist an und verlangte meinen Ausweis… Daraufhin mussten wir die Rs. 2000 für mich zahlen, leider. Reverent Vipassy fand das nicht in Ordnung und ging daraufhin in das Büro des Gartens und beschwerte sich, warum die Preise so drastisch voneinander abweichen. Wo er Recht hat, hat er Recht. Der botanische Garten an sich ist riesig und es gibt viele verschiedene Pflanzen zu sehen. Trotz, dass nicht die Blütezeit war, war es sehr schön. Die Blütezeit ist im April und August.

Danach machten wir einen kleinen Abstecher am Ravana Wasserfall und gingen auch gleich wieder weiter.

Um 19 Uhr diesen Tages waren wir wieder daheim in Matara. Der Ausflug hat mir im Großen und Ganzen sehr gefallen und Spaß gemacht. Die Leute waren gut drauf und man konnte die einzelnen Standorte genießen. Mein Favorit war natürlich das Elefantenweisenhaus in Pinnawala.

Am nächsten Tag, den 17.01., hatte Gayan Geburtstag. Wir haben in der Schule gemeinsam Stück Kuchen gegessen und ansonsten gab es an diesem Tag nicht so viel zu tun. Ich habe meinen Unterricht vorbereitet und geholfen wo ich konnte.

Am Samstag fand auch wieder der Unterricht statt. Mit den Kindern habe ich Gruppenarbeiten gemacht, um ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Es hat ihnen Spaß gemacht und es hat mich gefreut.

Den Tag darauf habe ich in Mirissa verbracht. Ich zog alleine los und machte mir einen angenehmen Tag. Erst ging ich zum „Secret Beach“ und habe gemalt, dann ging ich, um den Sonnenuntergang zu beobachten zum „Coconut-Tree-Hill“. Natürlich in Begleitung vieler Touristen…

Die Woche verlief sehr ereignisreich und doch sehr entspannt.

The 7th Week

Earlier this week, I went to furniture stores with three of my colleagues to buy new furniture for the renovation of the office. We went to many different shops, but the furniture was either too expensive or there was too little choice – a closet, a table … the end of the story … … Finally we went to a second-hand shop. There I found what I needed at reasonable prices and the quality was also great. I got a quote and was satisfied.

After the „shopping trip“ we went on a visit to the dead – the grandfather of a student at the Karlsruhe Children’s Center passed away. To my surprise, nobody was crying or grieving because I don’t know it from Germany and my Turkish culture. But there is a very simple reason: People no longer started to mourn too much or cry because they feel that the deceased person lived his life up to an old age. I also support this way of thinking, but only if the person has reached an advanced age and has not died from an illness or an accident.

On January 15th and the 16.01.2020 the excursion of the temple staff took place. It started very early on the 15th: I got up at 3 a.m. to be in the temple at 4 a.m. A total of 9 people were present.

Our first destination was the Elephant Way House in Pinnawala. I was really excited to see the elephants … When we got there we had a little breakfast and then we were led to the first location by a friend who works there as a veterinarian. This friend is called Malith Liyanage and was once a student at the Karlsruhe Children’s Center; he was also present at this year’s Awarding Ceremony and gave a speech. Through him we had VIP status in the elephant house and enjoyed many advantages.

When we were at the first location, we could see a lot of elephants in one area. These were not in an enclosure, we were only separated by a few large stones. When suddenly a very big elephant stood in front of me, I was overwhelmed. I can’t say more … We took a few photos and went on to feeding. Another elephant was standing there and there were many people around him who wanted to feed him. You got a basket of fruit (bananas, watermelon, pineapple) and you could feed the elephant. I was very shy at first, but Malith encouraged me to feed the elephant. He led me through the people, made room and I was allowed to feed the giant elephant. When I stood in front of him, I was very excited and nervous. I have to say I had a lot of respect for this animal that was standing in front of me, a wrong move with my trunk and I was lying on the floor … But of course that was not the case. This elephant lady was very friendly and opened her mouth so that I could put a fruit in it. At first, I just gave her the big pineapple pieces because I didn’t dare to put small pieces in them. But this fear disappeared immediately after I put some fruit in her mouth. Her tongue felt very slippery and soft and when I wanted to give her the bananas, she stuck her trunk in front of my hand so that I could put the banana on her trunk opening. In the end, feeding was a lot of fun.

Then we ran to the river where the elephants are washed. They all drove towards the river, led by a few employees, and we ran after them. First we watched how they were washed and Malith asked me if I wouldn’t want to wash an elephant too. I immediately agreed and we ran down into the river. An elephant cow was already lying there in the water waiting to be washed. Her name was Manika, which means „jewel“. The employee briefly showed how I should wash them and off we went. I scrubbed her with a coconut shell and splashed water on her back. As soon as I started scrubbing her back with the coconut shell, you could hear a satisfied sigh. I also had a lot of fun washing.

The visit to the Elephant Way House was the highlight of my life. That day I was the happiest person in the universe. Having an experience like this is the best thing you can do. I also really liked how people deal with animals and that there is such a harmony between humans and elephants. I would have loved to start working there straight away. I just felt alive among all the elephants.

Across from the Elephant Way House was the Pinnawala Zoo. Through this we were guided with a vehicle with a personal companion who showed us the individual animals and, if necessary, also let them touch. There were not many different animals, but it was enough and their enclosures were very large and open, so that they had more than enough space to let off steam. There were leopards, crocodiles, various types of deer, donkeys, ponies, snakes and even a slender lory. I was allowed to hold two snakes (my first time). I was only against it because I just found them disgusting, I thought they were very slimy or moist … On the contrary – when I picked them up, they were dry and not disgusting at all. It was definitely interesting. Of course, photos were also taken. So watch out for SNAKE PHOTO.

After visiting Pinnawala we drove on to the Temple of the Tooth in Kandy. The tooth of the Lord Buddha is said to lie there. Mr. Mangalas (English teacher) son Nadun, who is studying here, also visited us. So we went to the temple and bowed to the shrine with the tooth lying (of course not visible) and the women in the group started to pray. When they were done, Rathna and I went to the museums next to it. In one we could see the story of the Lord Buddha on paintings and in the second we saw photos of the elephant Raja, who died in 1988 and was 75 years old. He was a very important elephant since he was the one who carried the tooth on his back during ceremonies and led through the city. A lifelike figure was set up by him in this room, this figure was enveloped with his real skin … No comment.

In the evening we drove to our restaurant „Black Wood Villa“ in Nuwara Eliya. It was very cold there and thick fog had formed. Although it was only 13 ° C, it felt much colder.

In the morning we woke up at 6 am and were able to watch the beautiful sunrise.

That day we went for a walk in „Gregory Park“ in Nuwara Eliya and went on a mini boat tour on the lake. Then we drank tea in Haggala and made our way to the botanical garden. Admission for locals was Rs. 100 and for strangers Rs. 2000. Since I was the only stranger, we tried to sneak in because I thought their part looked Sinhalese. First we could buy the tickets for the price of locals, but then a policeman stopped me and asked for my ID … Then we had to pay Rs. 2000 for me, unfortunately. Reverent Vipassy found this wrong and went to the garden office and complained about why the prices differ so drastically. Where he is right, he is right. The botanical garden itself is huge and there are many different plants to see. Despite the fact that it was not the heyday, it was very nice. The flowering period is in April and August.

Then we made a small detour at the Ravana waterfall and went straight on again.

At 7pm that day we were back in Matara. Overall, I really enjoyed the trip and it was fun. The people were in a good mood and you could enjoy the individual locations. My favorite was of course the elephant way house in Pinnawala.

The next day, January 17th, was Gayan’s birthday. We ate pieces of cake at school and there wasn’t much else to do that day. I prepared my lessons and helped wherever I could.

Classes were held again on Saturday. I did group work with the children to let their creativity run free. They enjoyed it and I was happy.

Den Tag darauf habe ich in Mirissa verbracht. Ich zog alleine los und machte mir einen angenehmen Tag. Erst ging ich zum „Secret Beach“ und habe gemalt, dann ging ich, um den Sonnenuntergang zu beobachten zum „Coconut-Tree-Hill“. Natürlich in Begleitung vieler Touristen…

The week was very eventful and yet very relaxed.

Die 6. Woche

Am Montag sind Helena und ich nach Colombo gefahren, um dort shoppen zu gehen. Dort gibt es eine Boutique namens „Nils“, die uns so gefallen hat, dass wir unbedingt dorthin gehen wollten. Unser Shopping-Tag war super erfolgreich und ich habe nun genug Kleidung für meine restlichen zwei Monate im Tempel.

Am Tag darauf brachte mich Helena zu einem Deutschen Supermarkt in der Nähe des Dorfes, wo sie leben. Dort gab es zahlreiche deutsche Produkte und ich hoffte Käse in diesem Laden zu finden. Man sollte wissen, dass es in den singhalesischen Supermärkten keinen Käse gibt oder dass generell kein Käse gegessen wird, da es zu teuer ist und quasi als Luxuslebensmittel gehalten wird… Was soll ich dazu sagen – mein ganzes Leben besteht aus Käse, was sollte ich ohne Käse tun?! Deshalb war es sehr praktisch einen Deutschen Supermarkt gefunden zu haben. Ich kaufte mir direkt eine Packung Philadelphia-Frischkäse und war der glücklichste Mensch auf Erden. Nicht, dass ich hier gar nicht ohne Käse auskommen würde, aber wenn es die Möglichkeit gibt, lass ich nicht lang drauf warten.

Am selben Tag fuhr ich wieder nach Hause nach Matara.

Mittwoch, 08.01.2020: Miriana, Vlado und Srima kamen zum Tempel zu Besuch. An diesem Tag hatten ihre Patenkinder auch die Chance zu kommen, um sie zu sehen und stolz ihre Preise und Urkunden vorzuzeigen. Gegen Ende haben sie sich gegenseitig beschenkt und ein Gruppenfoto gemacht.

Danach sind wir gemeinsam mit Reverent Vipassy zum Tempel Wewurukannala in Dickwella gefahren. Die Tempelanlage war wunderschön und riesig. Dort war eine riesen große Buddha-Statue. Ein Mönch beschmückte Netze mit bunten Blümchen um die Stupa herum. Es sah so süß und schick zugleich aus, sodass ich kaum aufhören konnte Fotos davon zu schießen. In diesem Tempel war auch eine 200 Jahre alte Uhr, quasi die erste Uhr in Sri Lanka, die sogar noch funktionierte. Reverent Vipassy zeigte uns auch die „Hölle“, Ein Tunnel mit Skulpturen, die zeigen, was mit einem in der Hölle passiert, wenn man ein schlechter Mensch war. Teilweise echt brutale Dinge…

Am Ende haben wir Miriana und Co. zu ihrem Hotel gefahren und dort haben sie ihr erstes Patenkind von 2005 (inzwischen eine reife Frau) wiedergesehen. Es war ein echt rührender Moment, da Miriana vor Freude anfing zu weinen. Wir saßen noch ein Weilchen bei ihnen, aber dann gingen Reverent Vipassy und ich auch wieder nach Hause.

Am Donnerstag stellte ich einen Plan für die Renovierung des Büros auf und bereitete meine nächste Unterrichtsstunde vor.

Der nächste Tag begann schon sehr früh – um 6.30 Uhr. Es war Vollmond und viele Dörfer wurden in den Tempel eingeladen. Dort bekamen sie vom Reverent Vipassy Frühstück und Mittagessen. Vor dem Essen wurde immer gebetet und meditiert. Am Morgen waren auch unsere Besucher dabei und bekamen nach dem Gebet ein weißes Bändchen um ihr Handgelenk gebunden , welches dazu dient denjenigen zu segnen.

Mittags war ich mit Miriana, Vlado, Srima und deren Patenkindern und mit Samuel und Helena und deren Patenkindern in Weligama verabredet. Ich nahm die Patenkinder von Samuel und Helena mit und wir fuhren zum Strand, um uns mit den anderen zu treffen. Helena und ich haben die beiden Patenkinder ins Meer begleitet, da sie zum ersten Mal überhaupt im Wasser waren. Erst waren sie sehr ängstlich und scheu, doch dann fühlten sie sich immer sicherer und hatten ganz viel Spaß und Freude daran im Wasser zu plantschen. Dies bereitete mir ebenfalls viel Freude. An diesem Tag hatte ich auch meine erste Surfstunde. Es machte mir auf Anhieb Spaß und es fiel mir sehr leicht auf dem Brett zu stehen. Sobald man auf dem Brett steht und von der Welle angetrieben wird, bekommt man ein so befreiendes Gefühl – ein Gefühl von einer Leichtigkeit. Den Rest des Ausflugs verbrachten wir ganz entspannt und ich brachte die beiden Mädels wieder heim.

Zu Hause angekommen, duschte ich mich schnell und es ging auch schon weiter in den Tempel zurück. Dort fand abends eine Vollmond-Zeremonie statt. Diese Zeremonie verlief so ähnlich wie die an Silvester. Die Leute stellten sich wieder in eine Reihe, um die „Geschenke“, an die Lord Buddhas, zu berühren. Dieses Mal durfte auch ich durch die Reihen laufen, um ein „Geschenk“ vor die Lord Buddhas zu stellen.

Am Samstag darauf war wieder Unterricht. Bei der morgentlichen Begrüßung hielt ich eine kurze Motivationsrede, um die Schüler/innen für das Lernen zu begeistern und es wichtig zunehmen. Noch ein Inhalt war, dass man alles ereichen kann, was man will, auch wenn man viele verschiedene und schwere Wege gehen muss, welches ich ebenfalls auf mich bezog.

Der Unterricht war sehr erfolgreich und hat sehr viel Spaß gemacht. Ich hab ein neues Spiel eingeführt und konnte sehen, dass der Kampfgeist der Kinder sehr groß war. In dem Spiel handelte es sich um Wörter, deren Buchstaben in einer ungeordneten Reihenfolge in einem Becher lagen, die von den Kindern geordnet werden mussten. Ich teilte die Klasse in zwei Teams, die gegeneinander antreten mussten. Wer zu erst das richtige Wort zusammenstellte, bekam einen Punkt für sein Team. Das Team mit den meisten Punkten gewann logischerweise.

Der Sonntag verlief sehr entspannt. Mittags fuhr ich mit Rathnas Familie an den Strand und ließen den Tag ganz entspannt ausklingen.

The 6th Week

On Monday Helena and I went to Colombo to go shopping. There is a boutique called „Nils“ that we liked so much that we really wanted to go there. Our shopping day was super successful and I now have enough clothes for my remaining two months in the temple.

The next day Helena took me to a German supermarket near the village where they live. There were numerous German products there and I hoped to find cheese in this shop. You should know that there is no cheese in Sinhala supermarkets or that cheese is generally not eaten, as it is too expensive and is used as a luxury food … What can I say – my whole life consists of cheese, what should I do without cheese ?! So it was very practical to have found a German supermarket. I bought a pack of Philadelphia cream cheese straight away and was the happiest person on earth. Not that I wouldn’t be able to get by without cheese here, but if I can, I don’t have to wait long.

The same day I went back to Matara.

Wednesday, January 8th, 2020: Miriana, Vlado and Srima came to visit the temple. On this day, their sponsored children also had the chance to come to see them and proudly present their prizes and certificates. Towards the end they gave each other gifts and took a group picture.

Afterwards we drove together with Reverent Vipassy to the temple Wewurukannala in Dickwella. The temple complex was beautiful and huge. There was a huge, big Buddha statue. A monk decorated colorful flowers around the stupa. It looked so cute and chic at the same time that I could hardly stop taking pictures of it. In this temple was also a 200 year old clock, quasi the first clock in Sri Lanka that even worked. Reverent Vipassy also showed us „Hell“, a tunnel with sculptures that show what happens to you in hell when you are a bad person. Sometimes really brutal things …

In the end we drove Miriana and Co. to their hotel and there they saw their first sponsored child from 2005 (meanwhile a mature woman). It was a really touching moment when Miriana started to cry for joy. We sat with them for a while, but then Reverent Vipassy and I went home.

On Thursday, I made a plan to renovate the office and prepared my next lesson.

The next day started very early – at 6.30 a.m. It was a full moon and many villages were invited to the temple. There they received breakfast and lunch from the Reverent Vipassy. Before eating, people always prayed and meditated. In the morning our visitors were also there and after the prayer they got a white ribbon tied around their wrists, which is used to bless them.

At noon I had an appointment with Miriana, Vlado, Srima and their godchildren and with Samuel and Helena and their godchildren in Weligama. I took the godchildren of Samuel and Helena with us and we drove to the beach to meet the others. Helena and I accompanied the two godchildren into the sea because they were in the water for the first time. At first they were very scared and shy, but then they felt more and more safe and had a lot of fun and joy splashing in the water. I also enjoyed this a lot. That day I also had my first surf lesson. It was fun straight away and it was very easy for me to stand on the board. As soon as you stand on the board and are driven by the shaft, you get such a liberating feeling – a feeling of lightness. We spent the rest of the trip very relaxed and I brought the two girls back home.

When I got home, I took a quick shower and went back to the temple. A full moon ceremony was held there in the evening. This ceremony was similar to that on New Year’s Eve. People lined up again to touch the „gifts“ to the Lord Buddhas. This time I was allowed to walk through the ranks to present a „gift“ to the Lord Buddhas.

Lessons took place on Saturday. At the morning greeting, I gave a short motivational speech to get the students excited about learning and to make it more important. Another content was that you can achieve everything you want, even if you have to go many different and difficult paths, which I also related to myself.

The lessons were very successful and a lot of fun. I launched a new game and saw that the children’s fighting spirit was very big. The game was about words, the letters of which were in a cup in a disordered order that the children had to order. I divided the class into two teams that had to compete against each other. Whoever put together the right word first got a point for his team. The team with the most points logically won.

Sunday was very relaxed. At noon I went to the beach with Rathna’s family and let the day end very relaxed.

Die 5. Woche

Der Montag dieser Woche begann mit einem Stromausfall im ganzen Dorf, dazu gab es in der Schule nichts zu tun. Zwei interessierte jungen Männer namens Lilanka und Gayan wollten unbedingt Deutsch lernen und baten mich etwas beizubringen. Da es sowieso nichts zu tun gab, willigte ich ein (es gab immer noch keinen Strom). Es war sehr witzig die beiden zu „unterrichten“, da die deutsche Aussprache sehr viele Probleme bereitete, wie z.B. das „Ö“ oder „Ü“. Als ich daheim ankam (16 Uhr) gab es immer noch keinen Strom…

Am nächsten Tag (31.12.2019) bereiteten wir auf dem Tempelgelände Öllampen für die Neujahrszeremonie vor. Jede Familie bekam so viele Öllampen wie Familienmitglieder vorhanden waren. Das ganze Gelände war umrahmt von Öllampen. Ich bekam ebenfalls zwei Öllampen – Eine für meine Mutter und eine für mich.

Um 18 Uhr versammelten sich alle Familien auf dem Tempelgelände, natürlich komplett weiß angezogen und stellten sich zu ihren Öllampen. Ich stellte mich ebenfalls zu meinen beiden Öllampen. Rathnas Familie nahm sich auch Öllampen und stellten sie zu mir auf den Boden. Da sie sich vorher nicht angemeldet haben, waren auch keine Öllampen schon fertig bereitgestellt.

Schließlich begrüßte uns Reverent Vipassy und forderte uns alle auf, die Öllampen anzuzünden. Die ganze Tempelanlage war beleuchtet. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie wunderschön es einfach aussah – Der Tempel war umringt von Lichtern. Von oben betrachtet, sah es bestimmt zauberhaft aus.

Nachdem wir die Öllampen angezündet haben, wurden wir aufgefordert in einer Reihe zu stehen. Da wir zu viele Menschen waren, stellten wir uns gegenüber in zwei Reihen auf, sodass in der Mitte jemand durchlaufen konnte. Gesagt, getan, liefen schon die ersten Kinder durch. Diese trugen entweder Körbe gefüllt mit Blumen, Öllampen, Räucherstäbchen oder Getränke in den Händen. Diese wurden von den Leuten berürht und man verbeugte sich davor und betete. Diese „Schätze“ wurden zu den 28 Buddha-Statuen gebracht, dadurch sollten sie im neuen Jahr viel Glück, Erfolg, Gesundheit […] bringen. Es war ein sehr schönes Ritual.

Nach dieser Aktion kam ein Mönch eines anderen Tempels, um für uns zu beten. Er wurde von zwei Kandy-Trommlern und einem gelben Schirm geführt und setzte sich auf ein kleines Podest. Daraufhin setzten sich alle auf den Boden und warteten, dass er anfängt und betet. Seine Art zu beten war sehr gesangvoll und beruhigend bzw. meditativ. Ich entspannte mich und genoss seinen Gesang.

Nach zwei Stunden war die Zeremonie auch schon vorbei.

Rathnas Familie und ich machten uns auf den Weg in ein Restaurant. Das Essen war zwar sehr gut, aber der Service war mieserabel. Wir haben einfach darüber gelacht, aber es war auf jeden Fall das erste und letzte Mal dort.

Als wir zu Hause waren, warteten wir regelrecht bis 0 Uhr. Als es soweit war, wünschten wir uns einen frohes neues Jahr und gingen kurz raus. Man hörte ein paar Böller, aber das war’s dann schon.

Am 01.01.2020 gab es zum Frühstück Milchreis und dazu eine scharfe Zwiebel-Fisch-Paste, die man dazu aß. Milchreis gab es aus dem Grund, da es im neuen Jahr Glück usw. bringt.

Ich war an dem Tag in der Schule und am folgenden Tag auch, aber es gab mal wieder nichts zu tun.

Am Freitag gingen Reverent Vipassy, die Mitarbeiter/innen der Schule und ich zu einem Tempel im Nachbardorf. Dort fand die Einweihung eines neuen Nebengebäudes statt. Die Tempelanlage lag inmitten eines riesigen Reisfeldes. Und der Ausblick vom neuen Gebäude war atemberaubend.

Dort bekam ich auch ein gesegnetes weißes Bändchen um mein Handgelenk.

Es waren zahlreiche Mönche an diesem Tag eingeladen. So viele an einem Ort habe ich noch nicht gesehen…

Am Tag darauf – Sa., 04.01.2020 – fand meine erste Unterrichtsstunde statt. Der Morgen begann mit der morgentlichen Begrüßung und man wünschte sich ein frohes neues Jahr und motivierte die Kinder zu lernen und sich in der Schule anzustrengen. Man fragte mich, ob ich ebenfalls eine Rede halten möchte, doch ich verneinte schüchtern, da es mir anfangs zu viel wäre, vor all den Kindern eine Rede zu halten und vor lauter Aufregung hätte ich mich nur noch versprochen. Ich versprach aber nächste Woche eine Rede zu halten.

Daraufhin begann schon die erste Stunde mit den neuen Schüler/innen der 6. Klasse. Ich fing mit dem Deutschen Alphabet an und schrieb zu jedem Buchstaben ein Wort auf. Meine Aufregung war nach der Begrüßung schon verschwunden und alle Sorgen in Luft aufgelöst. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und in den Gesichtern der Kinder konnte ich eine Begeisterung sehen, welche mich ebenfalls motivierte.

In der 7. Klasse gab es einen Spaßvogel, der natürlich nicht fehlen durfte. Durch ihn redeten die anderen Jungs der ersten Reihe ebenfalls, aber als ich mich zu ihnen stellte, kehrte sofort Ruhe ein. Mit dieser Klasse übten wir Wörter des Schulalltags. Als diese Spitzbuben nur noch redeten, statt zu schreiben, sagte ich einmal: „Stop talking, keep writing!“. Daraufhin schauten sie mich beschämt mit einem leichten Lächeln an und schrieben wie die Weltmeister. Diese Stunde war sehr witzig und angenehm. Die Kinder empfanden ebenso und wir lachten viel gemeinsam.

In der 8. Klasse unterrichtete ich das gleiche. Und es war ebenfalls sehr spaßig.

In der 9. Klasse hatte ich einige Schwierigkeiten, da sie schon so vieles gelernt haben und ich plötzlich mit nichts mehr dastand. Ich entschied mich dann dennoch die Artikel und Personalpronomen zu wiederholen und aufzufrischen.

Was ich eigenartig fand, war dass die Schüler/innen der 6., 7. und 8. Klasse mein Englisch super verstanden, doch die 9. Klasse mich mit fragenden Blicken ansahen. Daraufhin überlegte ich, woran das liegen kann und mir fiel ein, dass diese Schüler/innen immer das Englisch des anderen Englisch-Lehrers hören, welcher einen sehr starken singhalesischen Akzent hat, und sich daran gewöhnt haben. Dann komme nämlich ich und spreche quasi akzentfreies Englisch und dies verstehen sie dann auf einmal gar nicht. Zusätzlich hören sie im Alltag kaum amerikanisches oder britisches Englisch, da im Fernseher z.B. nur mit indischem Akzent Englisch gesprochen wird.

Im Großen und Ganzen fand ich meinen ersten Unterricht sehr erfolgreich und spannend. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich habe von den Kindern sehr viel Respekt und Aufmerksamkeit bekommen. Dieses Verhalten hätte ich in Deutschland nicht erhalten und aus diesem Grund wollte ich niemals Lehrerin von Beruf werden. Ich würde es weiterhin ehrenamtlich in armen Ländern tun, wo die Menschen die Bildung wirklich brauchen und erhalten wollen. So motiviert es beide Parteien und somit hat jeder was davon. Und außerdem erhält man sehr viel Dankbarkeit für die Hilfe und Unterstützung, die man hier leistet.

Somit bereitet es mir sehr viel Freude der Welt meine Lotus Blume zu geben.

Sonntag Morgen fuhr ich wieder zu Samuel für ein zwei Tage. Ich bekam dort von ihm einen Auftrag mich um das Büro in der Schule zu kümmern. Und wir hatten vor mit Helena in Colombo shoppen zu gehen.

Das war’s dann erstmal von der 5. Woche.

The 5th Week

Monday of this week started with a power outage throughout the village, with nothing to do at school. Two interested young men named Lilanka and Gayan really wanted to learn German and asked me to teach them something. Since there was nothing to do anyway, I agreed (there was still no electricity). It was very funny to „teach“ them both, because the German pronunciation caused a lot of problems, such as the „Ö“ or „Ü“. When I got home (4pm) there was still no electricity …

The next day (December 31, 2019) we prepared oil lamps for the New Year ceremony on the temple grounds. Each family received as many oil lamps as there were family members. The whole area was framed by oil lamps. I also got two oil lamps – one for my mother and one for me.

At 6:00 p.m. all families gathered on the temple grounds, dressed in white, of course, and stood by their oil lamps. I also went to my two oil lamps. Rathna’s family also took oil lamps and put them on the floor next to me. Since they did not register beforehand, no oil lamps were ready.

Finally, Reverent Vipassy greeted us and asked us all to light the oil lamps. The entire temple complex was illuminated. You cannot imagine how beautiful it looked – the temple was surrounded by lights. Seen from above, it certainly looked magical.

After lighting the oil lamps, we were asked to stand in a row. Since we were too many people, we positioned ourselves in two rows opposite each other so that someone could walk through in the middle. No sooner said than done, the first children went through. They either carried baskets filled with flowers, oil lamps, incense sticks or drinks in their hands. These were touched by the people and people bowed to them and prayed. These „treasures“ were brought to the 28 Buddha statues, so they should bring good luck, success, health in the new year. It was a very nice ritual.

After this action, a monk from another temple came to pray for us. It was led by two Kandy drummers and a yellow umbrella and sat on a small pedestal. Then everyone sat on the floor and waited for him to begin and pray. His way of praying was very singing and calming or meditative. I relaxed and enjoyed his singing.

The ceremony was over after two hours.

Rathna’s family and I went to a restaurant. The food was very good, but the service was poor. We just laughed about it, but it was definitely the first and last time there.

When we got home, we literally waited until midnight. When the time came, we wished a happy new year and went out for a moment. You heard a few firecrackers, but that’s about it.

On January 1st, 2020 there was milk rice for breakfast and a spicy onion-fish paste that you ate with it. There was milk rice for the reason that it brings happiness etc. in the new year.

I went to school that day and the following day, but there was nothing to do.

On Friday Reverent Vipassy, the school staff and I went to a temple in the neighboring village. A new outbuilding was inaugurated there. The temple complex lay in the middle of a huge rice field. And the view from the new building was breathtaking.

There I also received a blessed white ribbon around my wrist.

Numerous monks were invited that day. I have never seen so many in one place …

The next day – Saturday, January 4th, 2020 – my first lesson took place. The morning began with a morning greeting and a happy new year was encouraged and the children motivated to learn and to make an effort at school. I was asked if I would also like to give a speech, but I shyly said no, because at first it was too much for me to give a speech to all the children and because of all the excitement, I had only made a promise. But I promised to give a speech next week.

The first lesson then began with the new 6th grade students. I started with the German alphabet and wrote down a word for each letter. My excitement was gone after the greeting and all worries vanished. It was a lot of fun and I could see an enthusiasm on the faces of the children, which also motivated me.

In the 7th grade there was a joker, which of course could not be missing. The other guys in the front row also talked through him, but when I went over to them, there was an immediate calm. With this class we practiced everyday school words. When these little boys only talked instead of writing, I once said: „Stop talking, keep writing!“. Then they looked at me ashamed with a slight smile and wrote like the world champions. This hour was very funny and pleasant. The children felt the same way and we laughed a lot together.

I taught the same thing in 8th grade. And it was also very fun.

I had some difficulties in 9th grade because they had already learned so much and suddenly I was left with nothing. I then decided to repeat and refresh the articles and personal pronouns.

Was ich eigenartig fand, war dass die Schüler/innen der 6., 7. und 8. Klasse mein Englisch super verstanden, doch die 9. Klasse mich mit fragenden Blicken ansahen. Daraufhin überlegte ich, woran das liegen kann und mir fiel ein, dass diese Schüler/innen immer das Englisch des anderen Englisch-Lehrers hören, welcher einen sehr starken singhalesischen Akzent hat, und sich daran gewöhnt haben. Dann komme nämlich ich und spreche quasi akzentfreies Englisch und dies verstehen sie dann auf einmal gar nicht. Zusätzlich hören sie im Alltag kaum amerikanisches oder britisches Englisch, da im Fernseher z.B. nur mit indischem Akzent Englisch gesprochen wird.

Overall, I found my first lesson very successful and exciting. It was a lot of fun and I got a lot of respect and attention from the children. I would not have received this behavior in Germany and for this reason I never wanted to become a teacher by profession. I would continue to do it on a voluntary basis in poor countries where people really need and want to receive education. So it motivates both parties and so everyone benefits. And you also get a lot of gratitude for the help and support you give here.

So it gives me a lot of pleasure to give my lotus flower to the world.

Sonntag Morgen fuhr ich wieder zu Samuel für ein zwei Tage. Ich bekam dort von ihm einen Auftrag mich um das Büro in der Schule zu kümmern. Und wir hatten vor mit Helena in Colombo shoppen zu gehen.

That’s it from the 5th week.

Die 4. Woche

Die Woche begann ganz schlicht mit der Probe der Kinder für die große Eröffnungszeremonie.

Am 24. Dezember fuhr ich schon früh zu Samuel und seiner Familie, um mit ihnen Heiligabend zu feiern. Der Abend war sehr schön; wir aßen gemeinsam, gaben uns gegenseitig unsere Geschenke und verbrachten einen sehr unterhaltsamen Heiligabend. Trotz den Geschenken und der Dekoration hatte ich nicht das Gefühl von Weihnachten, es war mehr wie ein Fest oder ein entspannter Abend mit dem Motto Weihnachten. Das liegt einfach daran, dass es viel zu warm war, und wir mitten im Dschungel waren. Doch dann fing es plötzlich an wie aus Eimern zu schütten und es fühlte sich wieder mehr wie Weihnachten an, denn in Deutschland waren wir es auch gewohnt, dass es um die Weihnachtszeit regnet…

Den Tag darauf fuhr ich wieder zurück nach Matara in die Schule, um bei den Vorbereitungen für die Zeremonie zu helfen. Wir stellten die Unterlagen (Kullis, Blei- und Buntstifte, Mathematiksets, viele Arbeitshefte liniert und kariert, Regenschirme, Radiergummis, Spitzer, Kleber, Stoff-Taschentücher und die Stoffe für ihre Uniformen) für die Schülerinnen und Schüler bereit und packten sie in die Rucksäcke. Diese wurden ebenfalls nach Geschlecht unterteilt, um sie später besser und schneller unterscheiden bzw. verteilen zu können.

Als wir fertig waren, spielten wir „Wer-Bin-Ich“, um die Zeit etwas totzuschlagen, da sie anscheinend eine Weihnachtsüberraschung für mich vorbereiteten, was ich natürlich nicht wusste. Als es soweit war, baten sie mich ins Gästezimmer zu kommen. Der Tisch war weihnachtlich geschmückt, sie spielten einen Weihnachtssong ab und in der Mitte des Tisches war eine kleine Schokotorte. Ich war wirklich überrascht und beschämt zugleich, weil es sich einfach nicht wie eine Weihnachtsfeier anfühlte, sondern wie eine Geburtstagsüberraschungsparty… Das ganze Spektakel war mir so unangenehm und ich konnte einfach nicht aufhören zu grinsen. Reverent Vipassi überreichte mir dann noch ein kleines Geschenk – es war eine Puppe in einem Hochzeitskleid… Ihr könnt euch denken, was ich mir dabei dachte und ich fing an zu lachen, aber naja gut, ich einfach nur zuüberweltigt, dass sie überhaupt an so etwas dachten.

Die Menschen hier sind einfach zu lieb.

Abends gingen Rathna, ihre Tochter und ich zu Besuch zu ihren christlichen Verwandten, weil sie dies jedes Jahr am 25. Dezember tun. Ihr Haus war geschmückt mit einem Weihnachtsbaum, mit sehr vielen Sternen und Girlanden und sogar einer Krippe, die vor dem Weihnachtsbaum stand. Zu Essen bekamen wir den berühmten singhalesischen „Christmas Cake“, der aus vielen Früchten und Gewürzen besteht. Sehr gewöhnungsbedürftig…

Das Foto ist von Google:
http://1.bp.blogspot.com/-odmH9c_SPlI/USDYdYK4LwI/AAAAAAAAB98/c5CNXxFDqF8/s1600/DSC_0177.JPG

Donnerstag, 26. Dezember 2019 – Weihnachtsgeschenk für alle Singhalesen: Die annulare Sonnenfinsternis. Ich stand auf und fragte mich, ob es geregnet hat, weil es so dunkel war. Ich fragte Rathnas Tochter und sie sagte mir, nein, es sei die Sonnenfinsternis. Als sie mir das sagte, war ich schon fast auf dem Weg nach draußen. Ich rannte wieder zurück, um meine Kamera zu holen. In der Schule angekommen, kamen ganz viele Frauen, um die Sonnenfinsternis anzuschauen. Eine von ihnen hatte eine schwarze Glasscheibe dabei, durch die wir in die Sonne schauen konnten. Ich versuchte dann natürlich ein Foto zu schießen, aber mitnichten. Die Glasscheibe war einfach zu klein für die Kamera. Ich hab dann mein Bestes versucht. Aber es war sehr schön die Sonnenfinsternis zu beobachten.

Dies war die erste Sonnenfinsternis bzw. anullare Sonnenfinsternis meines Lebens.

Die Vorbereitungen auf die Zeremonie liefen weiter und zu meinen Aufgaben gehörte es auch an diesem Tag (27.12.19), den Chor zu leiten, da Rathna andere Termine zu erledigen hatte. An diesem Tag fand die offizielle Generalprobe für alle Aufführungen der Schüler/innen statt. Der Saal und der Außenbereich wurden währenddessen schön geschmückt.

28.12.2019: Der große Tag ist gekommen – 15th Karlsruhe Scholarship Programme 2020

Von 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr war ich in der Schule, um den letzten Vorbereitungen nachzugehen – Die Eintragung der Gelder für die Schüler/innen und die Rucksackmärkchen, mit denen sie nach der Zeremonie ihre Rucksäcke abholen können.

Danach ging ich nach Hause, um mich für die Zeremonie umzuziehen. Allein konnte ich meinen Saree nicht anziehen… Eine Verwandte von Rathna kam, um mir zu helfen – ich wollte meinen Saree im Kandy-Stil anziehen, was Rathna nicht konnte. Nach einer ewigen, schwitzigen Stunde haben wir es dann geschafft meinen Saree anzuziehen. Allein die Vorbereitung des Sarees dauert eine halbe Ewigkeit – bis die Faltung gelegt ist und probiert wurde, wie er mir passt, um Ende feststellen zu können, dass ich den Saree falschrum anhabe und alles von Neuem anfangen kann… Dazu kommt noch das Feststecken der Sicherheitsnadeln – ich glaube wir haben über 10 Sicherheitsnadeln gebraucht, um alles auf den richtigen Platz zu pinnen. Über die Saree-Bluse brauch ich gar nicht erst zu sprechen… Diese wurde mir ein paar Tage vorher zugeschneidert. Ob ich reingepasst habe? Pff… Nein. Die Frauen in Sri Lanka sind allgemein sehr schmal gebaut und deshalb hat man so seine Standards, aber nicht für mich geeignet. Also musste man die Bluse etwas erweitern. Zurück zum Saree: Als ich ihn dann anhatte, war ich sehr glücklich und fand ihn wunderschön.

Rathna und ich machten uns auf den Weg zum Tempel. Dort angekommen, waren alle Augen auf mich gerichtet, ohne arrogant zu klingen, aber es war so. Es hat nicht gereicht, dass ich allgemein schon die Hauptattraktion des Tages für die Einwohner bin (wegen Europäer und so), nein an diesem Tag hatte ich zusätzlich noch einen Saree an… Die Leute, die mich kennen, wissen dass ich nicht so auf zu viel Aufmerksamkeit stehe und man sich dann denken kann, dass es etwas unangenehm war bzw war ich peinlich berührt und rot wie eine Tomate.

Wir warteten alle gespannt auf Samuel und seine Familie, die um 13.30 Uhr am Tempel ankommen sollten. Die Kinder standen schon Spalier und waren sehr aufgeregt. Als Samuel und Co ankamen ging ich zu Ihnen und wir begrüßten uns. Daraufhin mussten wir auf die Kandy-Tänzer warten, die uns tanzend durch den Spalier führen sollten. Sie kamen dann nach einiger Zeit ebenfalls an und die Zeremonie fing offiziell an.

Sie tanzten in ihren super aufwendigen und interressanten Kostümen durch das Spalier und führten uns nach oben auf das Schulgelände. Oben angekommen, erhielten wir noch ein paar Geschenke und Blüten, die wir im Tempel vor den Buddha legen sollten. Danach betraten wir den Saal und nahmen unsere Plätze ein. Die offizielle Eröffnung der Veranstalung fand durch das Anzünden der Öllampe statt. Dies durfte ich ebenfalls durchführen. Danach ging ich hinter die Bühne, da ich eine kleine Aufgabe hatte. Ich durfte den anwesenden Gästen die Rücksäcke in die Hand geben, damit sie diese den Kindern überreichen konnten. Am Ende durfte ich ein paar Kindern selbst welche in die Hand drücken.

Die Zeremonie war dieses Mal sehr schön und spannend. Und ich konnte auch mal so gut wie alles verstehen, da die einzelnen Ansagen auch immer auf Englisch übersetzt wurden. Der Nachmittag verlief mit nicht allzu langen, aber weiterführenden Reden, wunderschönen Tänzen, süßen Gesängen, einer Deutschen Rede eines Schülers auswendig vorgetragen und der Vergabe der Rücksäcke und Geldes.

Ein Mönch hielt eine wunderbare, zum nachdenken bringende Rede. Ich persönlich nahm sie sehr zu Herzen. Ein Zitat war:

„If you want to be a happy person, if you want to be the happiest person in the world, you should help others, you should serve all the beings and all the persons in this world.“

„Open your heart to the universe. So how do you open your heart to the universe? – Is only by serving the world – serving the innocent students like these. Helping them to continue their studies. So within our hearts we have a very beautiful lotus flower. But how to fulfill the absent, bring the lotus flower to the world and the world will be very delightful and beautiful.“

Mehr hier: https://www.youtube.com/watch?v=9deo4mq8kTs

Kurz vor Schluss gab es noch einen Feuertänzer, der uns alle staunen ließ.

Am Ende sangen wir gemeinsam die Singhalesische und Deutsche Nationalhymne und schossen ein Gruppenfoto mit allen Schülerinnen und Schülern, Reverent Vipassi, Samuel und mir.

Ich war schließlich einerseits froh über die wunderschöne, ereignisreiche Veranstaltung und andererseits sehr froh, endlich nach Hause zu gehen, da meine Füße vom 5 Stunden stehen schmerzten und ich einfach nur noch müde war.

Der Sonntag verlief sehr entspannt mit ein bisschen Shopping, da ich noch einige Dinge brauchte.

Die Woche an sich war sehr ereignisreich und wir hatten viel zu tun. Nun sind wir alle froh, dass es vorbei ist und können uns alle auf andere Dinge konzentrieren.

Ich wünsche euch Leserinnen und Lesern einen super Rutsch ins neue Jahr, passt auf Euch auf, setzt Vorsätze, die ihr auch einhalten könnt und genießt die Silvesternacht!

Mit herzlichen Grüßen

Gizem

The 4th Week

The week simply began with the children’s rehearsal for the grand opening ceremony.

On December 24th I drove early to Samuel and his family to celebrate Christmas Eve with them. The evening was very nice; We ate together, gave each other our presents and spent a very entertaining Christmas Eve. Despite the gifts and decorations, I didn’t have the feeling of Christmas, it was more like a party or a relaxed Christmas-themed evening. This is simply because it was too warm and we were in the middle of the jungle. But then suddenly it started to pour out of buckets and it felt more like Christmas, because in Germany we were also used to the fact that it rained around Christmas time …

The next day I went back to school in Matara to help prepare for the ceremony. We provided the documents (schoolboys, pencils and crayons, math sets, many workbooks lined and checked, umbrellas, erasers, sharpeners, glue, cloth handkerchiefs and the fabrics for their uniforms) for the students and packed them in the backpacks , These were also broken down by gender so that they could be differentiated and distributed better and faster later.

When we were done, we played „Who Am I“ to kill the time as they apparently were preparing a Christmas surprise for me, which of course I didn’t know. When the time came, they asked me to come to the guest room. The table was decorated for Christmas, they played a Christmas song and in the middle of the table was a small chocolate cake. I was really surprised and ashamed at the same time, because it just didn’t feel like a Christmas party, but like a birthday surprise party … The whole spectacle was so uncomfortable and I couldn’t stop grinning. Reverent Vipassy then gave me a little present – it was a doll in a wedding dress … you can imagine what I was thinking and I started to laugh, but well, I just overdone it, that she was overwhelmed thought something like that.

The people here are just too nice.

In the evening Rathna, her daughter and I went to visit their Christian relatives because they do it every year on December 25th. Her house was decorated with a Christmas tree, with a lot of stars and greedlands, and even a crib that stood in front of the Christmas tree. We got the famous Sinhalese „Christmas Cake“ with food, which consists of many fruits and spices. Very getting used to …

Thursday, December 26, 2019 – Christmas present for all Sinhalese: the annual solar eclipse. I got up and wondered if it was raining because it was so dark. I asked Rathna’s daughter and she said no it was the solar eclipse. When she said that to me, it was almost on the way out. I ran back to get my camera. When I got to school, a lot of women came to watch the eclipse. One of them had a black sheet of glass with which we could look into the sun. Then of course I tried to take a picture, but with nieces. The glass pane was just too small for the camera. Then I tried my best. But it was very nice to watch the eclipse.

This was the first solar eclipse or anullar eclipse of my life.

The preparations for the ceremony continued and it was one of my tasks to lead the choir on this day (27.12.19) because Rathna had other appointments to do. The official dress rehearsal for all of the students‘ performances took place on this day. The hall and the outside area have been beautifully decorated.

28.12.2019: The big day has come – 15th Karlsruhe Scholarship Program 2020

I was in school from 9:30 a.m. to 11:30 a.m. to make the final preparations – the registration of the money for the students and the backpack fairy tales with which they can collect their backpacks after the ceremony.

After that I went home to change for the ceremony. I couldn’t put my saree on alone … A relative from Rathna came to help me – I wanted to put on my saree in Kandy style, which Rathna couldn’t. After an eternal, sweaty hour we managed to put on my saree. The preparation of the saree alone takes half an eternity – until the folding is done and tried, as it suits me, in order to finally be able to determine that I am wearing the saree in the wrong way and that I can start all over again … the safety pins – I think we needed over 10 safety pins to pin everything in the right place. I don’t even need to talk about the saree blouse … It was tailored to me a few days before. Did I fit in? Pff … no The women in Sri Lanka are generally very narrow and that’s why you have your standards, but not for me. So you had to expand the blouse a bit. Back to the saree: When I had it on, I was very happy and found it beautiful.

Rathna and I made our way to the temple. Once there, all eyes were on me without sounding arrogant, but it was so. It was not enough that I was generally the main attraction of the day for the residents (because of Europeans and such), no that day I also had a saree … The people who know me know that I am not like that stand for too much attention and then you can imagine that it was a little uncomfortable or I was embarrassed and red as a tomato.

We were all eagerly waiting for Samuel and his family to arrive at the temple at 1:30 p.m. The children were already on the trellis and were very excited. When Samuel and Co arrived I went to you and we greeted each other. We then had to wait for the Kandy dancers to lead us through the trellis. They also arrived after a while and the ceremony officially started.

They danced through the trellis in their super elaborate and interesting costumes and led us up to the school grounds. Once at the top, we received a few gifts and flowers that we should put in front of the Buddha in the temple. Then we entered the hall and took our seats. The official opening of the event took place by lighting the oil lamp. I was also allowed to do this. After that I went backstage because I had a small task. I was allowed to hand over the backpacks to the guests present so that they could hand them over to the children. In the end I was able to handshake a few children myself.

The ceremony was very nice and exciting this time. And I was able to understand almost everything, because the individual announcements were always translated into English. The afternoon was not long, but continued speeches, wonderful dances, sweet chants, a German speech by a pupil by heart and the award of the backpacks and money.

A monk made a wonderful, thought-provoking speech. I personally took her to heart. A quote was:

„If you want to be a happy person, if you want to be the happiest person in the world, you should help others, you should serve all the beings and all the persons in this world.“

„Open your heart to the universe. So how do you open your heart to the universe? – Is only by serving the world – serving the innocent students like these. Helping them to continue their studies. So within our hearts we have a very beautiful lotus flower. But how to fulfill the absent, bring the lotus flower to the world and the world will be very delightful and beautiful.“

More here: https://www.youtube.com/watch?v=9deo4mq8kTs

Shortly before the end there was a fire dancer that amazed us all.

In the end we sang the Sinhalese and German national anthems together and took a group photo with all the students, Reverent Vipassy, Samuel and me.

I was finally happy on the one hand about the wonderful, eventful event and on the other hand very happy to finally go home because my feet ached from standing for 5 hours and I was just tired.

Sunday was very relaxed with a bit of shopping because I still needed a few things.

The week itself was very eventful and we had a lot to do. Now we are all happy that it is over and we can all concentrate on other things.

I wish you readers a great new year, take care of yourself, set resolutions that you can also keep and enjoy New Year’s Eve!

With kind regards

Gizem

Die 3. Woche

Die dritte Woche begann mit einem Nippon Evaluation Programme. Dieses Programm wird gesponsert von Japanern; deshalb auch der Name. Die Veranstaltung ging von 14 Uhr bis 16.30 Uhr. Schülerinnen und Schüler kamen von Matara, Hambantota und Galle, um sich hier eintragen zu lassen. Mönche waren ebenfalls aus anderen Dörfern gekommen, um die Kinder einzutragen.

Ab dem nächsten Tag hab ich dann quasi offiziell im Schulbüro angefangen zu arbeiten. Viel gab es nicht zu tun – um ehrlich zu sein gar nichts. In der Woche vor der großen Eröffnungszeremonie gab es an sich nicht viel zu tun, weshalb mir die Zeitüberbrückung sehr schwer fiel. Wenn ich helfen konnte, waren die Aufgaben meist schnell erledigt.

Am Abend kaufte ich mir zusammen mit Rathna meinen ersten Saree. Die Saree-Geschäfte waren teilweise so unübersichtlich, dass ich ohne ein geübtes Auge von Rathna verloren wäre. Schlussendlich habe ich einen wunderschönen Saree gefunden und bin jetzt super glücklich darüber.

In der Schule verlief die Woche mit Tanz- und Gesangsproben der Schülerinnen und Schüler und mit wenig Arbeit im Büro.

Am Freitag machten Rathnas Familie, deren Freunde und ich einen Ausflug in den Regenwald Kanneliya. Der Regenwald selbst ist wunderschön, der von einem Fluss durchzogen ist. Dort gab es viele Heil- bzw. Nutzpflanzen zu entdecken. Die Leiterin zeigte uns auch die Urpflanze, den Farn. Tiere, wie z.B. Schlangen konnten wir leider keine sehen, da es regnete. Die einzigen Tiere, die wir sehen konnten, war ein Tausendfüßler und viele Blutegel, die uns während des ganzen Aufenthalts im Wald belästigten. Die meisten wurden auch direkt angegriffen und das auch nicht nur einmal, sondern sehr oft. Ich war so froh, dass ich keine einzige abbekommen habe… Ich glaube ich wäre ausgeflippt. Es hatte mir schon gereicht vor lauter Paraneuer verrückt zu werden. Zu unserem zusätzlichen Ziel gehörte der Wasserfall. Dieser war etwas schwieriger zu ereichen, aber es hat Spaß gemacht. Der Ausflug hat mir im Großen und Ganzen sehr gut gefallen.

Am Samstag ging ich wieder in die Schule. Dort sollte ich einem Jungen helfen eine Rede auf Deutsch zu übersetzen und sie mit ihm einüben, damit er die Ausprache besser lernt und die Rede auf der großen Eröffnungszeremonie halten kann.

Am Sonntag darauf ging ich ebenfalls zur Schule, um bei den Vorbereitungen für die Zeremonie mitzuhelfen. Und zwar schnitten wir Stoffe zurecht, legten sie zusammen und sortierten sie entsprechend. Diese Stoffe sind für die Schuluniformen der Schülerinnen und Schüler, die sie zur Zeremonie geschenkt bekommen.

Abends gingen Rathna, ihre Tochter und ich noch etwas am Strand Mataras spazieren und besuchten den Tempel auf einer kleinen Insel. Der Abend war sehr angenehm und der Sonnenuntergang wunderschön.

Die Woche verging mal wieder super schnell, aber sehr ereignisreich.

Ich wünsche euch Leserinnen und Lesern eine wunderschöne Weihnachtszeit, genießt die schönen Momente und stresst euch nicht wegen Kleinigkeiten. Herzliche Grüße!

Frohe Weihnachten

The 3. Week

The third week started with a Nippon Evaluation Program. This program is sponsored by Japanese; hence the name. The event went from 2pm to 4.30pm. Students came from Matara, Hambantota and Galle to be registered here. Monks had also come from other villages to register the children.

From the next day on I officially started working in the school office. There was not much to do – nothing to be honest. There was not much to do in the week before the grand opening ceremony, so it was very difficult to bridge the time. If I could help, the tasks were usually done quickly.

In the evening I bought my first saree together with Rathna. The Saree shops were sometimes so confusing that I would be lost without a trained eye from Rathna. In the end I found a beautiful saree and I’m super happy about it.

The week was at school with dance and song rehearsals by the students and with little work in the office.

On Friday, Rathna’s family, their friends and I went on a trip to the Kanneliya rainforest. The rainforest itself is beautiful, crossed by a river. There were many medicinal and useful plants to discover. The leader also showed us the original plant, the fern. Animals such as Unfortunately we couldn’t see any snakes because it was raining. The only animal we could see was a centipede and many leeches that bothered us throughout our stay in the forest. Most were also attacked directly, and not just once, but very often. I was so glad I didn’t get a single one … I think I was freaking out. It had been enough for me to go crazy out of sheer paranoia. Our additional destination included the waterfall. It was a little more difficult to reach, but it was fun. Overall, I really enjoyed the trip.

I went back to school on Saturday. There I was supposed to help a boy translate a speech into German and practice it with him so that he learns the pronunciation better and can give the speech at the grand opening ceremony.

The following Sunday, I also went to school to help prepare for the ceremony. We cut fabrics, put them together and sorted them accordingly. These substances are for the school uniforms of the pupils, who are given them for the ceremony.

In the evening Rathna, her daughter and I went for a walk on Mataras beach and visited the temple on a small island. The evening was very pleasant and the sunset was beautiful.

The week went by super fast, but very eventful.

I wish you readers a wonderful Christmas season, enjoy the wonderful moments and don’t stress yourself out about trifles. Best regards!

Die 2. Woche

Die 2. Woche verbrachte ich im Haus von Samuel und Helena, in Maha Induruwa. Wie schon erzählt, waren wir am Sonntag am Strand. An einem anderen Tag machten wir eine Bootstour auf dem Bentota-River. Die Tour war sehr spannend, da wir viele verschiedene Tiere sahen – Tiere, die wir in Deutschland höchstens im Zoo sehen würden, sahen wir in Wirklichkeit. Darunter fielen Varane, Krokodile, Cameleons, Affen, Flughunde und viele mehr. Zusätzlich fuhren wir an die Grenze von Meer und Fluss. Wir sahen wie der Fluss ins Meer mündete. Es war sehr interessant direkt dabei zu sein.

Nach zwei Tagen machten wir einen Ausflug nach Galle, einer sehr schönen aber sehr touristischen Stadt Sri Lankas. Die Busfahrt dorthin war ein sehr interessantes Erlebnis… Es war die Hölle! Wir wurden im Bus durchgerüttelt und konnten uns kaum festhalten, der Busfahrer fuhr in einem sehr schnellen Tempo und überholte, wo er konnte, ob mit Gegenverkehr oder ohne. Währenddessen hundertmal hupen, durfte natürlich nicht fehlen. Es war ohrenbetäubend und sehr anstrengend, aber witzig war es trotzdem. In Deutschland ist so etwas nicht denkbar, es würden schon tausend Anzeigen raus gehen und Unfälle gäbe es auch massig. Die Busfahrer hier in Sri Lanka fahren mit so einer Leichtigkeit wie die Wilden. Als wir in Galle ankamen, liefen wir am Fort entlang in die Altstadt. Wir verbrachten den Tag sehr entspannt mit etwas Shopping und aßen einen super leckeren Avokado-Salat.

Nach Aluthgama gingen wir an einem anderen Tag auch zum Einkaufen und Erledigungen machen.

Ansonsten verging der Rest der Woche sehr erholsam.

Samstag früh fuhr ich mit dem Bus wieder nach Matara zurück. Dort am Busbahnhof angekommen, holten mich Rathna und ihr Ehemann mit dem Tuk Tuk ab.

Am Sonntag fand im Tempel schon die nächste Veranstaltung statt – Die „Dhama School Ceremony“. Hier ging es darum, dass die besten Schülerinnen und Schüler des Religionsunterrichts, die an den großen Tests teilgenommen haben, Preise bekamen und Tänze und Gesang aufgeführt haben. Die restlichen Schülerinnen und Schüler, die ebenfalls an den Tests teilgenommen haben, bekamen auch eine kleine Belohnung. Dies zog sich von 14 Uhr bis 18 Uhr.

So verging die 2. Woche erlebnisreich und spannend.

The 2. Week

I spent the second week in the house of Samuel and Helena, in Maha Induruwa. As already mentioned, we were on the beach on Sunday. Another day we went on a boat trip on the Bentota River. The trip was very exciting because we saw many different animals – we actually saw animals that we would only see in the zoo in Germany. These included varans, crocodiles, cameleons, monkeys, fruit bats and many more. In addition, we drove to the border between sea and river. We saw the river flow into the sea. It was very interesting to be there.

After two days we went on a trip to Galle, a very beautiful but very touristic city of Sri Lanka. The bus ride there was a very interesting experience … It was hell! We were shaken in the bus and could hardly hold on, the bus driver drove at a very fast pace and overtook where he could, whether with oncoming traffic or without. Horning a hundred times in the meantime should of course not be missing. It was deafening and very exhausting, but it was funny anyway. This is unthinkable in Germany, there would be a thousand proceedings and there would be a lot of accidents. The bus drivers here in Sri Lanka drive with as much ease as the savages. When we arrived in Galle, we ran along the fort into the old town. We spent the day very relaxed with some shopping and ate a delicious avocado salad.

Another day we went to Aluthgama for shopping etc.

Otherwise, the rest of the week was very relaxing.

On Saturday morning I took the bus back to Matara. When I got there at the bus station, Rathna and her husband picked me up with the tuk tuk.

The next event already took place in the temple on Sunday – the „Dhama School Ceremony“. The aim was that the best students in religious education who took part in the large tests received prizes and performed dances and singing. The remaining students who also took the tests also received a small reward. This lasted from 2 p.m. to 6 p.m.

So the 2nd week ended and it was very eventful and exciting.

Die 1. Woche

Nach meiner Ankunft ging es am nächsten Morgen direkt ab 7 Uhr los. Um 8.30 Uhr war ich dann in der Schule. Rathna wohnt bloß 2 Minuten von der Schule entfernt, was sehr praktisch ist.

An diesem Tag fand auch schon der „Annual Evaluationday“, also der jährliche Aus-/ Bewertungstag statt. Schülerinnen und Schüler im Alter von 10 und 11 Jahren der 5. Klasse kamen und schrieben einen Englischtest und wurden von uns über ihr Basiswissen bzw. Englischkenntnisse abgefragt. Im schriftlichen Teil mussten sie Lösungen ankreuzen, Fragen beantworten und über ein angegebenes Thema zehn Sätze schreiben. Im mündlichen Teil befragten wir sie über sich selbst, ihre Familien, ihre Hobbys etc. und etwas vorlesen mussten sie auch. Sie wurden benotet, um feststellen zu können, ob die Kinder für das „Karlsruher Childrencenter“ befähigt sind, um in die 6. Klasse zu kommen. Danach führten einige Kinder, Tänze oder Gesang auf. Dies zog sich dann bis ungefähr 14 Uhr.

Nachdem alles vorbei war setzte ich mich hin und schrieb meinen ersten Blogeintrag. Kurz darauf kamen Noemi und Zina zu meiner Überraschung an. Ich erfuhr, dass sie das Projekt abbrechen und am Sonntag wieder nach Hause fliegen wollen. Also gingen wir zusammen in den Tempel Maha Navimana, auf dessen Gelände die Schule stand. Für mich war es danach erstmal Zeit meinen Jetlag auszuschlafen.

Am nächsten Tag war der „Annual Evaluationday“ der älteren Schülerinnen und Schüler. Diese waren von der 6. Klasse bis zum Universitätslevel anwesend. Der Unterschied hier war nur, dass die Schüler keinen Test oder Ähnliches geschrieben haben, sondern, dass ihre persönlichen und schulischen Daten in ein seperates Dokument übertragen wurden.

Der Tag begann mit einer morgentlichen Zeremonie, bei der alle Schüler aufgereiht vor Reverent Vipassy, der oben auf der Treppe des Tempels stand, gebetet und die Nationalhymne von Sri Lanka und Deutschland gesungen haben. Kurz darauf kam ein Mädchen zu mir, gab mir Baumblätter in die Hand und ging zu Boden, um sich vor mir zu verbeugen. Diesen Moment werde ich in meinem Leben nicht vergessen. Ich wurde rot und war dermaßen verlegen, weil ich es nicht gewohnt bin so viel Respekt und Dankbarkeit zu bekommen.

Morgen-Zeremonie; rechts oben: Reverent Vipassy

Danach trafen sich die Lehrer im Lehrerzimmer um das Programm zu besprechen. Daraufhin ging es direkt los mit den Befragungen. Um 10 Uhr kamen auch Samuel, Helena und Sarah an. Sie wurden herzlichst begrüßt und willkommen geheißen. Wir begrüßten uns ebenfalls und unterhielten uns ein Weilchen.

Sie luden mich spontan liebenswerter Weise direkt an diesem Tag für eine Woche zu sich ein. Ich willigte ein, da in diesem Zeitraum gerade die Schulferien bis zum 1. Januar sind. In dieser Zeit bereiten sich die Schülerinnen und Schüler auf die Aufführungen für die große Eröffnungszeremonie vor, die am 28. Dezember ist.

An diesem Tag habe ich sogar meine Patenschwester kennengelernt! Sie heißt Pasindi Thathsarani und ist 15 Jahre alt. Sie war anfangs schüchtern, aber auch sehr aufgeregt und erfreut mich zu sehen. Ich war ebenfalls sehr aufgeregt und freute mich riesig sie kennenzulernen. Sie ist sehr hübsch geworden und hat einen sehr lieben Charakter. Ihren Vater habe ich auch kurz kennengelernt, als ich ihr mein Geschenk überreicht habe.

Pasindi, meine Patenschwester

Als die Veranstaltung vorüber war, fuhren wir schnell zu Rathna nach Hause um einige Sachen zu packen und machten uns auf den Weg zu Samuel.

Den Sonntag verbrachten wir am bezaubernden Strand von Maha Induruwa, sahen 2 Varane, die uns über den Weg liefen und aßen zu Mittag in einem Beach-Restaurant namens „Panchi Point“, wo das Essen hervorragend ist. Am Abend beobachteten wir Flughunde, fotografierten und sprachen über Gott und die Welt.

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The 1. Week

After my arrival the next morning started directly from 7 o’clock. At 8:30 am I was in school. Rathna lives only 2 minutes away from the school, which is very convenient.

The „Annual Evaluation Day“ took place on this day. Pupils aged 10 and 11 of grade 5 came and wrote an English test and were asked about their basic knowledge and English language skills. In the written part, they had to tick solutions, answer questions and write ten sentences on a given topic. In the oral part, we asked them about themselves, their families, their hobbies, etc., and they also had to read aloud. They were graded to determine if the children are eligible for the Karlsruhe Children’s Center to enter grade 6. After that, some children performed dances or singing. This then dragged on until about 14 o’clock.

After all was over, I sat down and wrote my first blog entry. Shortly thereafter, Noemi and Zina arrived to my surprise. I learned that they want to cancel the project and fly home on Sunday. So we went together to the temple Maha Navimana, on whose grounds the school stood. After that for me it was time to sleep off my jetlag.

The next day was the „Annual Evaluation Day“ of the older students. These were present from the 6th grade to the university level. The difference here was just that the students did not write a test or anything like that, but that their personal and academic data was transferred to a separate document.

The day began with a morning ceremony in which all the disciples lined up in front of Reverent Vipassy, who stood on top of the temple’s stairs, praying and singing the national anthem of Sri Lanka and Germany. Shortly thereafter, a girl came to me, gave me tree leaves in hand and went to the floor to bow to me. I won’t forget this moment in my life. I blushed and was so embarrassed because I’m not used to getting so much respect and gratitude.

After that, the teachers met in the staff room to discuss the program. Then it started directly with the interviews. At 10 am also Samuel, Helena and Sarah arrived. They were warmly welcomed. We also greeted each other and talked for a while.

They invited me spontaneously in a lovable way directly for a week on this day. I agreed, because during this time the school holidays are just until January 1st. During this time, the students prepare for the performances for the grand opening ceremony, which is on December 28th.

On this day, I even met my godchild sister! Her name is Pasindi Thathsarani and she is 15 years old. She was initially shy, but also very excited and pleased to see me. I was also very excited and was really happy to meet her. She has become very pretty and has a very nice character. I also got to know her father when I gave her my present.

As the event was over, we drove quickly to Rathna’s home to pack some things and made our way to Samuel.

Sunday we spent at the enchanting beach of Maha Induruwa, saw 2 varans walking across our way and had lunch at a beach restaurant called „Panchi Point“, where the food is superb. In the evening we observed flying foxes, photographed and talked about God and the world.

Vorbereitung und Anreise

Es ist so weit!

Am 4. Dezember 2019, flog ich nach Sri Lanka, Matara.

Wie es vor der Reise aussah? Es war die Hölle. Ich musste mich nicht nur auf Sri Lanka vorbereiten, sondern auch Bewerbungen an die Unis schicken. Und weil das nicht reichte, hatte ich noch tausend weitere Termine. Es war eine stressige Zeit, die wie im Fluge verging.

Jetzt habe ich es geschafft! Mit dem Zug fuhr ich mit meiner Mutter direkt in den Frankfurter Flughafen und von da aus ging es weiter mit einem Zwischenstopp in Dubai nach Colombo.

Als ich um 17 Uhr in Colombo angekommen war, war es überfüllt mit Menschen. Dort wurde ich von Reverent Vipassy, Rathna, Kanthi, Kasun und Gayan abgeholt. Ich bekam einen wunderschönen bunten Blumenstrauss geschenkt und wir machten noch schnell ein Foto. Wir mussten uns beeilen, weil überall Menschen und fahrende Autos waren. Wir stiegen in den Van und wollten losfahren, doch es ging nicht… Wir standen 10 Minuten vor dem Eingang des Flughafens und kamen nicht voran. Es bildete sich ein riesiger Stau. Doch dann ging es endlich weiter. Wir fuhren dann 2 Stunden mit einem kleinen Zwischenstopp, um zu essen, nach Matara runter.

von links nach rechts: Gayan, Kanthi, Rathna, ich, Reverent Vipassy

Rathna nahm mich freundlicherweise bei sich zu Hause auf, da es kleine Planänderungen gab. Dort angekommen, fiel ich sofort ins Bett, weil ich einfach viel zu müde war…

Preparation and Arrival

It is so far!

On December 4, 2019, I flew to Sri Lanka, Matara.

How it looked before the trip? It was hell. Not only did I have to prepare for Sri Lanka but also send applications to the universities. And because that was not enough, I had a thousand more appointments. It was a stressful time that flew by.

now I have done it! By train I drove with my mother directly to the Frankfurt airport and from there I continued with a stopover in Dubai to Colombo.

When I arrived in Colombo at 5 pm, it was crowded with people. There I was picked up by Reverent Vipassy, Rathna, Kanthi, Kasun and Gayan. I was given a beautiful colorful bouquet and we took a quick photo. We had to hurry because there were people and moving cars everywhere. We got into the van and started to drive, but we could’nt… We stood for 10 minutes in front of the airport entrance and did not progress. It formed a huge traffic jam. But then it finally went on. Then we drove for 2 hours with a short stopover to eat, down to Matara.

Rathna kindly accepted me at her home, as there were small changes to the plan. Arrived there, I fell to bed immediately, because I was just too tired …